steht am Scheideweg: Nach massiven Kursverlusten und schwachem Momentum rückt die zweitgrößte Kryptowährung in den Fokus von Analysten und Investoren. Während die Marktstimmung gedrückt bleibt und institutionelle Anleger zunehmend auf Alternativen wie und Solana setzen, deuten -Daten und Bewertungsindikatoren auf eine seltene Unterbewertung hin. Der aktuelle Pressespiegel beleuchtet, ob Ethereum vor einer Trendwende steht, welche Chancen sich für antizyklische Investoren ergeben und wie neue Layer-2-Innovationen das Ökosystem herausfordern. Ethereum: Bewertung, Markttrends und neue Chancen Ethereum hat seit seinem Allzeithoch rund 60 Prozent an Wert verloren. Im laufenden Jahr summiert sich das Minus auf über 45 Prozent. Gegenüber Bitcoin befindet sich Ethereum in einem klaren Abwärtstrend, das Momentum bleibt schwach und die Marktstimmung ist deutlich eingetrübt. Die Opportunitätskosten waren zuletzt erheblich, da sowohl Bitcoin als auch Altcoins wie Solana oder sich wesentlich besser entwickelten. In einem Umfeld, in dem Kapital zunehmend selektiv allokiert wird, scheint Ethereum nicht mehr das bevorzugte Ziel der Investoren zu sein. Zweifel an der Rolle von ETH nehmen zu, doch daraus resultieren auch Chancen, denn die zweitwertvollste Kryptowährung der Welt ist günstig wie lange nicht mehr bewertet. Ein Blick auf den MVRV Z-Score, einen zur Bewertung von Ethereum, zeigt, dass ETH aktuell ähnlich günstig bewertet ist wie zum Tiefpunkt im Januar 2019, während des Corona-Crashs im März 2020 und während der Sommerkorrektur im August 2022. In allen drei Fällen markierte dieser Bewertungsstand jeweils einen zyklischen Tiefpunkt – mit signifikant höheren Kursen innerhalb der darauffolgenden zwölf Monate. Der Krypto-Analyst Michael van de Poppe sieht daher eine seltene Gelegenheit für langfristig orientierte Investoren, zu historisch niedrigen Bewertungsniveaus Positionen aufzubauen. Auch der Krypto-Influencer Crypto Rover hebt hervor, dass Ethereum erstmals seit dem Bärenmarkt 2018 vier Monate in Folge im Minus abgeschlossen hat – ein historisch seltenes Signal für eine mögliche Unterbewertung. (Quelle: Business Insider Deutschland) Ethereum notiert über 45 % unter dem Jahreshoch, der MVRV Z-Score signalisiert eine seltene Unterbewertung. Analysten sehen Parallelen zu früheren zyklischen Tiefpunkten. Technische Schwäche und institutionelle Zurückhaltung Ethereum hat in den vergangenen Monaten deutlich an Schwung verloren. Während ETH im Jahr 2024 noch um 47 % zulegte, blieb das deutlich hinter früheren Bullruns zurück – 2021 waren es über 400 %. Seit Jahresbeginn 2025 hat Ethereum fast die Hälfte seines Werts eingebüßt, rund 47 % Minus nach dem jüngsten Einbruch am . Das ETH/BTC-Verhältnis fiel auf ein Rekordtief, während Solana gegenüber Ethereum ein neues Hoch markierte. Ein entscheidender Wendepunkt war das Dencun-Upgrade im März 2024. Dieses brachte mit dem sogenannten Blobspace eine technische Verbesserung zur Speicherung von Layer-2-Transaktionen. Während die Transaktionskosten sanken, gingen auch die Einnahmen des Netzwerks zurück. Die Verbrennung von ETH, ein zentrales Element der Deflationslogik, wurde deutlich abgeschwächt. Seit April 2024 ist die ETH-Geldmenge wieder inflationär, das Angebot wuchs um über 730.000 ETH. Im selben Zeitraum verzeichnete Solana einen Boom, ausgelöst durch die -Launch-Plattform Pump.fun: Über 17 Millionen neue Wallets wurden auf Solana eröffnet, mehr als 9,6 Millionen Tokens erstellt – der Großteil davon Meme-Coins. Auch auf institutioneller Ebene hat Ethereum das Nachsehen. Während Unternehmen wie MicroStrategy mehr als 553.000 Bitcoin halten, spielt Ethereum in der Treasury-Strategie börsennotierter Firmen kaum eine Rolle. Sicherheitstechnisch steht Ethereum ebenfalls unter Druck: Seit 2024 war ETH an über der Hälfte aller gestohlenen Kryptowerte beteiligt, darunter der Bybit-Hack mit 1,4 Mrd. USD. (Quelle: FXStreet DE.COM) Ethereum kämpft mit schwacher Performance, sinkenden Einnahmen und Sicherheitsproblemen. Institutionelle Investoren bevorzugen weiterhin Bitcoin. On-Chain-Daten: Langfristige Investoren akkumulieren Ethereum Neue On-Chain-Daten zeigen, dass langfristige Anleger trotz Kursverlusten ihre Positionen weiter ausbauen. Seit dem Höchststand von 4.100 US-Dollar am 16. Dezember 2024 fiel der Kurs bis zum 10. März 2025 auf 1.850 US-Dollar. Dennoch hielten langfristige Investoren am 10. März 15,54 Millionen ETH, bis zum 3. Mai stieg diese Zahl auf 19,04 Millionen ETH – ein Anstieg von 22,5 %. Der durchschnittliche Kaufpreis dieser sank von 2.026 US-Dollar auf 1.980 US-Dollar. Am 3. Mai wurden zudem 1,2 Millionen aktive Adressen im Ethereum- verzeichnet, ein Anstieg von 15 % gegenüber der Vorwoche. Die bevorstehende Pectra-Aktualisierung am 7. Mai könnte die Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit des Netzwerks weiter verbessern. (Quelle: Cointelegraph) Langfristige Investoren akkumulieren trotz Kursrückgang, der ETH-Bestand stieg um 22,5 % in weniger als zwei Monaten. Ethereum Kursprognose: Zwischen 1.000 und 4.000 US-Dollar? Die technische Analyse zeigt, dass der Ethereum-Kurs ein Doppeltop-Muster bei 4.088 US-Dollar gebildet hat, dessen Nackenlinie bei 2.145 US-Dollar liegt. Der Kurs ist unter diese Nackenlinie gefallen und hat die 50- und 100-Wochen-Durchschnittslinien unterschritten. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 42, dem niedrigsten Stand seit Juni 2022. Sollte der Kurs weiter fallen, könnte die Unterstützung bei 1.000 US-Dollar getestet werden. Ein Anstieg über die Nackenlinie bei 2.145 US-Dollar würde die nächsten Ziele bei 2.500 und 3.000 US-Dollar aktivieren. Das Doji-Kerzenmuster im letzten Monat könnte auf eine bevorstehende Erholung hindeuten. (Quelle: CryptoMonday) Die Charttechnik signalisiert kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial, mittelfristig aber auch Chancen auf eine Erholung bis 4.000 US-Dollar. Historische Saisonalität: Mai als möglicher Wendepunkt Historische Daten zeigen, dass Ethereum im Mai durchschnittlich die höchsten Renditen erzielt hat – im Schnitt über 27 %. Im aktuellen Monat ist ETH erst um 2 % gestiegen, was statistisch noch viel Luft nach oben lässt. Ein Kursanstieg weit über die 2.000-Dollar-Marke wäre möglich, bei einem besonders starken Monat könnte sogar die 2.500-Dollar-Marke in Reichweite rücken. (Quelle: Wallstreet Online) Die Saisonalität spricht für eine mögliche Mai-Rallye bei Ethereum, mit Potenzial für zweistellige Kursgewinne. Solaxy: Layer-2-Innovation auf Solana Während Ethereum auf Layer-2-Lösungen setzt, will Solaxy diese Vision auf Solana übertragen. Solaxy ist die erste vollwertige Layer-2-Lösung im Solana-Ökosystem. Der Presale des SOLX-Tokens hat bereits fast 35 Millionen US-Dollar eingesammelt (Business Insider Deutschland) bzw. über 33 Millionen Dollar (Wallstreet Online). Das technische Fundament basiert auf einem Rollup-Prinzip, das die Effizienz erhöht und Transaktionskosten senkt. Die Datenrate des Netzwerks liegt stabil bei über 140 KB/s, für die nächste Entwicklungsstufe ist eine Skalierbarkeit von bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde geplant. Staking-Renditen von über 120 % APY werden geboten, und der Explorer ist bereits aktiv. Experten halten in der Anfangsphase eine Kurssteigerung um das Fünf- bis Zehnfache für möglich, solange die Marktkapitalisierung noch überschaubar bleibt. (Quellen: Business Insider Deutschland, Wallstreet Online) Solaxy bringt Layer-2-Innovation ins Solana-Ökosystem, der Presale bricht Rekorde und die Nachfrage ist hoch. Einschätzung der Redaktion Die aktuelle Schwächephase von Ethereum ist ein Weckruf für den gesamten Kryptomarkt. Die Kombination aus technischer Unterperformance, institutioneller Zurückhaltung und sicherheitsrelevanten Vorfällen hat das Vertrauen vieler Anleger erschüttert. Dennoch offenbart die historisch niedrige Bewertung eine seltene antizyklische Chance für langfristig orientierte Investoren, insbesondere da On-Chain-Daten auf eine fortgesetzte Akkumulation durch erfahrene Marktteilnehmer hindeuten. Die technische Analyse signalisiert kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial, doch die Saisonalität und die zyklische Historie sprechen für eine mögliche Erholung im weiteren Jahresverlauf. Die Konkurrenz durch innovative Projekte wie Solaxy auf Solana erhöht den Druck auf Ethereum, die eigene technologische Entwicklung zu beschleunigen und die Attraktivität für Entwickler und Nutzer zu steigern. Insgesamt bleibt Ethereum ein zentraler Baustein des Krypto-Ökosystems, steht aber vor der Herausforderung, seine Rolle als Innovationsführer und Wertaufbewahrungsmittel neu zu behaupten. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob Ethereum das Momentum zurückgewinnen oder weiter an Bedeutung gegenüber agilen Wettbewerbern verlieren wird. Quellen: